Im Jahr 1991 führte Thomas Hengelbrock herausragende Gesangssolisten im Balthasar-Neumann-Chor zusammen. Bereits die ersten Konzerte wurden international als aufsehen- erregende Erfolge gefeiert, inzwischen gilt der Chor als „einer der weltbesten Chöre“ (Gramophone). Im Mittelpunkt steht die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts, doch führt die musikalische Arbeit auch zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Wer- ken, so z. B. auf der musikalischen Zeitreise „Vermächtnisse“, bei der Werke von Perotinus Magnus bis zu György Ligeti zu Gehör kommen. Unbekannte kirchenmusikalische Werke und die italienische Chormusik sind dem Chor ein besonderes An- liegen.
In gemeinsamen Musiktheaterproduktionen und szenischen Projekten mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble zeigt sich das außergewöhnliche schauspielerische Talent der einzelnen Chor- mitglieder. Höhepunkte waren hier u. a. die szenischen Aufführungen „Italienische Karnevalsmusiken“ in Masken und Kostümen sowie „Metamorphosen der Melancholie“, eine Hommage an englische Komponisten und Dichter des 17. Jahrhunderts, und das Musik-Theater „King Arthur“ mit der Musik von Henry Purcell und dem Drama von John Dryden.

