King Artur
or The British Worthy.
A Dramatick Opera.
von Henry Purcell und John Dryden
Leitung, Konzeption, Szenographie Thomas Hengelbrock
Choreographie Verena Weiss
Kostüme Gabi Bartels
Licht Dietrich Körner
Sprecher Graham F. Valentine
Sopran Constanze Backes, Andrea Brown,
Simone Kermes, Laurie Reviol
Tenor Benoit Haller, Henning Kaiser
Bass Manfred Bittner, Marek Rzepka, Johannes Mannov
Balthasar-Neumann-Chor und Solisten
Balthasar-Neumann-Ensemble
Der Schriftsteller John Dryden und der Komponist Henry Purcell waren im England des späten 17. Jahrhunderts hoch geschätzte Künstler. Sie wandten sich mit King Arthur einem national-englischen Gründungsmythos zu und entwickelten einen Stoff, der zahlreiche Assoziationsmöglichkeiten in der politisch bewegten Zeit der Restauration bot. Aktuelle Bezüge zum 21. Jahrhundert lassen sich mühelos finden.
King Arthur ist eine Semi-Opera, eine englische Variante der Oper: In ein gesprochenes Drama werden auskomponierte Teile mit dramatischer Funktion eingefügt, die die Handlung kommentieren. Nicht selten werden diese musikalischen Abschnitte, so genannte Masques, mit Tanz und Bühnenaktion verbunden. Es ist ein eigenes, anspruchsvolles Konzept von Musiktheater, mit der Dryden und Purcell bei der Uraufführung 1691 in London beeindruckten.
Thomas Hengelbrock erarbeitete eine komprimierte Textfassung, die das eindrucksvolle Wort und die atemberaubende Musik zu einem neuen zwingenden dramatischen Format verwebt. Der schottische Schauspieler Graham F. Valentine verkörpert dabei eindrücklich und unvergleichlich alle Figuren. Der Balthasar-Neumann-Chor beweist neben seiner musikalischen Stärke sein schauspielerisches Talent und entführt mit einfachsten Mitteln in eine Welt voller Poesie und Dramatik.







“22 mörderisch begabte Sänger und Sängerinnen, mal als Chor, mal als Solisten – und außerdem spielen sie – sie agieren, sie tanzen, als ob es Pina Bauschs Gefährten wieder einmal ins Barock verschlagen hätte, sie trauern, sie kämpfen, sie locken – als Geister – die Menschen in die Irre, sie frieren im Winter, sie lieben sich und erstarren in nationalistischer Pose – dieses Bewegungstheater übersetzt Purcells Musik mühelos in das 21. Jahrhundert. Dreieinhalb Stunden, ohne Pause, mit tiefstem Ernst, mit feinstem Humor – ich vermute, da schreitet Merlin selbst im Tarnkostüme durch den Raum und verzaubert die Zuschauer. Wo waren wir schon einmal – und waren so selig? Keine Ahnung.” WDR
“Die Aufführung ist hinreißend. Hengelbrocks fabelhaftes Orchester wirkt so überzeugend wie sein samtkehlig intonierender Chor. Die Halb-Oper geriet zum ganzen Erfolgsstück.” Opernwelt
“Das internationale Triennale Publikum ist total fasziniert: standing ovations.“ Opernnetz
