Johanna Wokalek

MOZARTS REQUIEM IN ITALIEN

 

„Extrem pointiert“, „über die Maßen schön“ und „Gänsehaut pur“ schreibt die Presse über die Mozart-Requiem-Konzerte von Thomas Hengelbrock und den Balthasar-Neumann-Ensembles. Als Schwerpunkt der Saison 2018/2019 führt das Werk die Ensembles durch ganz Europa. Nach den bereits vergangenen Konzerten in Deutschland, Belgien, Schweiz, Griechenland und Spanien bildet ein Konzert beim Bologna Festival den Abschluss der Tourneetrias.
Vor dem Requiem erklingt das prächtige Werk eines meisterhaften Weiterdenkers: Rund 100 Jahre vor Mozarts Geburt wirkte ein heute fast vergessener Komponist zunächst als Leiter der Hofkapelle und Oper München, dann als Hoforganist und Organist des Stephansdoms in Wien und setzt Maßstäbe in der Kirchenmusik: Johann Caspar Kerll. Seine Missa superba für achtstimmigen Chor ist eine kunstvolle Verflechtung von Bewährtem und Innovation. Mit der Missa schuf der konvertierte Kerll eine für ihn charakteristische Synthese aus protestantischer Innerlichkeit und katholischer Geste, aus mitteldeutscher Gelehrsamkeit und italienischer Klangpracht, die den Zuhörer auf das vielleicht bekannteste Werk Mozarts vorbereitet. In dieser Zusammenstellung wird der Konzertbesuch zum erlebten Spannungsfeld, so voll von existenzieller Not, Wut und Schmerz, Hoffnung und Trost. Und plötzlich sind Himmel und Hölle zum Greifen nah.

 

TERMIN

FR 10.05. / 20:30 UHR / Bologna / Teatro Manzoni / Italien

 

PROGRAMM UND BESETZUNG

JOHANN CASPAR KERLL:
MISSA SUPERBA

WOLFGANG AMADEUS MOZART:
REQUIEM KV 626

Katja Stuber Sopran
Marion EcksteinAlt
Jan Petryka Tenor
Reinhard Mayr Bass

Balthasar-Neumann-Chor & -Solisten
Balthasar-Neumann-Ensemble
Thomas Hengelbrock, Leitung