Marienvesper SV 206

AUF TOURNEE MIT MONTEVERDIS „MARIENVESPER“

Als Hector Berlioz (1803–1869) Shakespeares „Romeo und Julia“ erstmals auf der Bühne sah, war er wie elektrisiert. In gewissem Maß mag dies an seiner feurig entbrannten Liebe zur Darstellerin der Julia gelegen haben, doch vor allem beflügelte den feinnervigen Künstler die tiefe Bewunderung für Shakespeares Drama, das so intensiv erlebte Werk selbst in Töne zu gießen. Gelegenheit hierfür bot ihm die unerwartete Geste des „Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini, der Berlioz nach einem Konzert eine Summe von 20.000 Franc zur Verfügung stellte.
Ungestört und sorglos konnte Berlioz somit seine dramatische Sinfonie „Roméo et Juliette“ komponieren, die 1839 überaus erfolgreich uraufgeführt wurde: Mit seiner leuchtenden orchestralen Farbenpracht, seiner unorthodoxen Form und dem unwiderstehlichen Sog, den das musikalische Geschehen entfaltet, gehört das Werk bis heute zu Berlioz eindrucksvollsten Kompositionen.

Die langjährige Zusammenarbeit von Baltasar-Neumann-Chor und Ivor Bolton ist äußerst erfolgreich. Zuletzt begeisterten die Künstler an der Bayerischen Staatsoper mit Purcells „Les Indes Galantes“, mit Beethovens „Leonore“ beim spektakulären Abschlusskonzert des Musikfest Dresden und am 27./28.09.2017 im Basler Münster mit der Missa in f-Moll von Anton Bruckner: „Die fünfzig Sängerinnen und Sänger des Balthasar-Neumann-Chors können einfach alles: klangliche Homogenität in allen Stimmlagen, astreine Intonation auch bei den kühnsten harmonischen Wendungen, dynamische Bandbreite vom Raunen bis zum Strahlklang und daraus resultierend Erzeugung der unterschiedlichsten Stimmungen“, schrieb die NZZ.

Die nächste Sensation zeichnet sich nun mit „Roméo et Juliette“ ab: Am 27.10.2017 beschließen Chor und Dirigent eine Konzert- und Aufnahmephase mit dem Sinfonieorchester Basel im Konzerthaus in Freiburg. Veranstalter des Konzertes ist der Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble e.V.

 

BESETZUNG

Balthasar-Neumann-Chor und -Solisten
Balthasar-Neumann-Ensemble
Thomas Hengelbrock

TERMINE